Naturschutzmaßnahmen und ökologischer Kontext: Optimierung des lokalen Managements von Korallenriffen in der Dominikanischen Republik

13. Oktober 2021

Diese Studie analysierte von 2011 bis 2016 Korallenriffe im südöstlichen Gebiet Bayahibe der Dominikanischen Republik, wo die Tourismusaktivitäten in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Diese Riffe sind, ähnlich wie andere Korallenriff-Ökosysteme auf der ganzen Welt, durch lokale und globale Stressfaktoren bedroht, die oft synergistisch wirken und die Gesundheit der Riffe beeinträchtigen. Seit 1975 umfassen aktive und passive Managementstrategien in diesem Gebiet die Einführung von Meeresschutzgebieten (MPAs), die Minderung von Verschmutzungsquellen an Land, die Einschränkung des lokalen Schiffsverkehrs, die Durchsetzung von Verbotszonen und die Entfernung von invasiven Rotfeuerfischen. Außerdem wurde 2011 ein Hirschhorn (Acropora cervicornis) wurde eine Korallengärtnerei gegründet, um Aktivitäten zur Wiederherstellung von Korallen durchzuführen. Die Wiederherstellungsziele konzentrieren sich hier auf die Maximierung des Korallenwachstums und die Minimierung der Koloniesterblichkeit. Um Trends in der Riffgesundheit im Laufe der Zeit zu quantifizieren, wurden vier Riffgesundheitsindikatoren untersucht: fleischige Makroalgenbedeckung, Korallenbedeckung, pflanzenfressende Fischbiomasse und kommerzielle Fischbiomasse. Kommerzielle und pflanzenfressende Fischbiomasse waren die beiden leistungsstärksten Indikatoren für die Riffgesundheit. Die Fischbiomasse nahm über alle drei Studienstandorte hinweg zu. Die Korallenbedeckung in Bayahibe war trotz einer Zunahme der fleischigen Makroalgenbedeckung von 2011 bis 2016 besser als der Durchschnitt an anderen karibischen Standorten. Dennoch werden die Werte der fleischigen Makroalgenbedeckung im Vergleich zu anderen karibischen Riffdurchschnitten nicht als schlecht oder kritisch angesehen. Dies könnte ein Beweis für die Stabilität des Ökosystems sein, da die Bedeckung mit lebenden Korallen in Bayahibe trotz anderswo beobachteter Rückgänge aufrechterhalten wurde, die durch Hurrikane, den Verlust von Steinkorallengewebe und Hitzestress-Ereignisse verschlimmert wurden. Der Schutzansatz von Bayahibe könnte als Modell für andere Korallenriffe dienen, insbesondere in der Karibik, wo die lokale Bedrohung der Riffe mit dem Bevölkerungswachstum, dem Tourismusboom und der Ausweitung der Küstenentwicklung zunimmt. Eine langfristige Überwachung der Riffgesundheit wird empfohlen, um die Reaktion des Ökosystems auf Managementstrategien zu messen. Öffentlich-private Partnerschaften und angemessen verwaltete MPA-Netzwerke können dazu beitragen, lokale Stressoren zu mildern und die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems zu verbessern.

Autoren: Cortés-Useche, C., EA Hernández-Delgado, EA, J. Calle-Triviño, RS Blasco, V. Galván & JE Arias-González.

Jahr: 2021

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PeerJ 9:e10925 doi.org/10.7717/peerj.10925

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