Auswirkungen großflächiger Meeresschutzgebiete auf das menschliche Wohlbefinden

May 12, 2025

Angesichts der weltweiten Bemühungen, bis 30 2030 % der Ozeane durch Meeresschutzgebiete (MPAs) zu schützen, rücken großflächige Meeresschutzgebiete (LSMPAs) – solche mit einer Fläche von mehr als 100,000 km² – zunehmend in den Fokus. Während sich die Forschung zu den Auswirkungen von MPAs auf das menschliche Wohlbefinden bislang meist auf kleine Küstengebiete konzentrierte, wirken sich auch LSMPAs trotz ihrer abgelegenen Lage auf die Bevölkerung aus. Diese Studie untersucht die vorhandene Literatur zu LSMPAs, um deren Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden anhand des 4-C-Wohlbefindensmodells zu bewerten. Dieses kategorisiert Wohlbefinden in Bezug auf die Verbindungen, den Kontext, die Fähigkeiten und übergreifende Themen der Menschen (Breslow et al. 2016).

Zu den am häufigsten untersuchten Ergebnissen gehörten politische Partizipation, Zusammenarbeit, wahrgenommene Legitimität der LSMPAs, Konflikte und öffentliche Unterstützung. Im Gegensatz dazu fanden Themen wie Ökosystemdienstleistungen, Katastrophenvorsorge, Infrastruktur, Freizeit und Umweltverschmutzung wenig Beachtung. Insbesondere wurden keine Studien zu emotionaler und psychischer Gesundheit, körperlicher Gesundheit, Sicherheit, Frieden und Sicherheit sowie öffentlichen Dienstleistungen durchgeführt, was erhebliche Lücken im Verständnis der Auswirkungen von LSMPAs hinterlässt.

Von den 44 ausgewiesenen LSMPAs weltweit wurden nur bei 18 Studien zu ihren Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden durchgeführt. Diese konzentrierten sich größtenteils auf gut finanzierte, seit langem bestehende LSMPAs wie den Great Barrier Reef Marine Park, das Galápagos Marine Reserve und das Papahānaumokuākea Marine National Monument. Insgesamt zeigen diese Studien gemischte Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden. Über die Hälfte der untersuchten Ergebnisse zeigte positive Effekte, während 42 % negative Auswirkungen hatten und 6 % keine Veränderungen zeigten. Bemerkenswert ist, dass die Auswirkungen auf kommerzielle Fischer häufiger negativ waren, und indigene Gemeinschaften berichteten die meisten positiven Ergebnisse.

Die Studie verdeutlichte auch wesentliche Unterschiede zwischen LSMPAs und kleineren Küstenschutzgebieten. Trotz ihrer abgelegenen Lage können LSMPAs für indigene Gemeinschaften eine tiefe kulturelle Bedeutung haben und zum Erhalt traditionellen Wissens und Erbes beitragen. Darüber hinaus nutzen einige Länder LSMPAs innerhalb ihrer abgelegenen Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ), um ihre Souveränität zu behaupten, die Überwachung zu verbessern und illegale Fischerei einzudämmen. Dies kann wiederum die Ernährungssicherheit stärken und die heimische Fischerei unterstützen.

Es bestehen weiterhin kritische Lücken und es bedarf weiterer Forschung, um die Auswirkungen der LSMPAs auf die örtlichen Gemeinschaften einzuschätzen und zu untersuchen, wie Faktoren wie Rasse, Geschlecht, soziale Schicht und kulturelle Identität das menschliche Wohlbefinden beeinflussen.

Auswirkungen für Manager

  • Beteiligen Sie Stakeholder frühzeitig. Arbeiten Sie vor der LSMPA-Bestimmung mit relevanten Gruppen zusammen, um potenzielle positive und negative Auswirkungen auf den Menschen zu ermitteln.
  • Entwickeln Sie kulturell relevante Indikatoren. Schaffen Sie Wohlfühlmaßnahmen, die die lokalen Werte aller relevanten Gruppen widerspiegeln.
  • Durchführung von Basisstudien. Legen Sie vor der LSMPA-Bezeichnung Benchmarks fest, um Änderungen im Laufe der Zeit zu verfolgen.
  • Integrieren Sie das menschliche Wohlbefinden in das Management. Beziehen Sie soziale und wirtschaftliche Faktoren in die Planung und Entscheidungsfindung des LSMPA ein.
  • Überwachen und anpassen. Bewerten Sie regelmäßig die Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden und passen Sie die Managementstrategien an, um negative Auswirkungen zu minimieren und den Nutzen zu steigern.

Autor: Baker, D, NJ Bennett und NC Ban

Jahr: 2025

Meerespolitik 173:106579. doi: 10.1016/j.marpol.2024.106579

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Diese Artikelzusammenfassung wurde in Zusammenarbeit mit dem entwickelt Blaue Natur Allianz, eine globale Partnerschaft zur Förderung eines wirksamen groß angelegten Meeresschutzes.

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