Globaler Klimawandel

Bleichen auf den Malediven, 2016. Foto © The Ocean Agency/Ocean Image Bank

Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Welt einen Klimawandel erlebt, dessen Tempo sich beschleunigt und der zu einem großen Teil auf menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Abholzung und landwirtschaftliche Praktiken zurückzuführen ist.

Obwohl Studien nahelegen, dass Korallen sich thermisch anpassen oder akklimatisieren können, wird dies durch die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs und die Unberechenbarkeit der vom Klimawandel verursachten Temperaturereignisse erschwert. Da die Meeresoberflächentemperaturen (SSTs) mittlerweile 1.2 °C über dem vorindustriellen Niveau liegen, haben Korallenriffe bereits einen gefährlichen Kipppunkt erreicht und befinden sich in unmittelbarer Nähe von Temperaturniveaus, die ihr Überleben in nennenswertem Umfang bedrohen. ref Ohne strenge Klimaschutzmaßnahmen könnte ihre obere thermische Schwelle von 1.5 °C innerhalb der nächsten 10 Jahre erreicht werden, was die Zukunft der Korallenriffe auf globaler Ebene gefährden würde.

Wernberg et al. 2024 Risikoszenarien für Ökosysteme unter verschiedenen RCPs

Risikoszenarien für Ökosysteme unter verschiedenen RCPs zeigen, dass Korallenriffe bereits stark belastet und im Vergleich zu anderen Küstensystemen am stärksten gefährdet sind. Quelle: Wernberg et al. 2024 mit Daten aus (Collins et al. 2013, Cooley et al. 2022). ref

Um diese Bedrohungen zu bewältigen, bedarf es weltweit konzertierter Maßnahmen gegen den Klimawandel. Allerdings kann auch ein lokales Management eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Bedrohungen und der Förderung einer möglichen Erholung der Riffe spielen.

 

Der Klimawandel stellt eine große Bedrohung für Korallenriffe dar. Quelle: NOAA

Der Klimawandel stellt eine große Bedrohung für Korallenriffe dar. Quelle: NOAA