Was ist Resilienz?

Mulutseribu-Meerespflanzen-Bauernhöfe, Indonesien. Foto © Kevin Arnold

Resilienz ist definiert als die Fähigkeit eines Systems, wichtige Funktionen und Prozesse angesichts von Belastungen oder Belastungen aufrechtzuerhalten, indem es Veränderungen widersteht und sich dann von ihnen erholt oder sich an sie anpasst. ref Es kann auf beide Ökosysteme angewendet werdenund soziale Systeme (z. B. menschliche Gemeinschaften). Es kann auch auf die Systeme angewendet werden, von denen Gemeinschaften abhängig sind, wie z. B. Wirtschaftssysteme, die den Lebensunterhalt sichern, Governance-Systeme, die Planung und Management übernehmen, oder die gebaute Umwelt (z. B. Infrastruktur und Wohnraum). 

Drei Komponenten der Resilienz

Resilienz umfasst drei Komponenten:

  • Widerstand
  • Erholung
  • Transformation

Widerstand bezieht sich auf die Fähigkeit eines Systems, Stöße zu tolerieren, während sich Erholung auf die Fähigkeit eines Systems bezieht, sich zu erholen. Unter Transformation versteht man die Fähigkeit eines Systems, sich an Veränderungen anzupassen und dabei wichtige Funktionen und Prozesse beizubehalten. ref

Widerstandsfähigkeit gegen Korallenriffe

Das Konzept der Resilienz ist relevant für das Verständnis, wie soziale und ökologische Systeme von Korallenriffen trotz lokaler Störungen und Bedrohungen durch den globalen Klimawandel bestehen bleiben können. ref

Drei Dimensionen der Riff-Resilienz

Die Widerstandsfähigkeit der Riffe kann durch das Korallenriff, die von ihm abhängigen Individuen und Gemeinschaften sowie deren Managementsysteme beeinflusst werden. Das Management der Widerstandsfähigkeit von Korallenriffen erfordert eine Planung in drei Dimensionen: Ökosystem, Gemeinschaft und Governance. 

Die Dimension des Ökosystems umfasst das umfassendere Riff-Ökosystem, zugehörige Lebensräume (z. B. Seegras, Mangroven) und das Wassereinzugsgebiet, das in das Riff mündet und es beeinflusst. 

Die Gemeinschaftsdimension umfasst alle Interessengruppen, deren Lebensunterhalt, kulturelle Werte und Gesundheitsvorteile vom Riff abhängen (z. B. Fischer, indigene Völker und lokale Gemeinschaften oder Nichtregierungsorganisationen). 

Die Governance-Dimension konzentriert sich auf die Organisationsstruktur, die das Riff-Ökosystem und seine Gemeinschaften umgibt.

Ökologische Widerstandsfähigkeit

Ökologische Resilienz bezieht sich auf die Fähigkeit eines Ökosystems wie eines Korallenriffs, wichtige Funktionen und Prozesse angesichts von Stress oder Belastungen aufrechtzuerhalten, indem es sich dem Wandel widersetzt und sich dann anpasst. ref Resiliente Ökosysteme zeichnen sich dadurch aus, dass sie anpassungsfähig, flexibel und in der Lage sind, mit Veränderungen und Unsicherheiten umzugehen, ohne in alternative stabile Zustände zu wechseln. ref Aussichten für BeispielEin widerstandsfähiges Korallenriffsystem ist in der Lage, Bedrohungen auch ohne zu absorbierenut permanent Übergang in einen algendominierten Zustand. ref

Konzeptionelles Resilienzmodell für Korallenriffe nach Ken Anthony. Basierend auf Quelle: atlas.org.au

Konzeptuelles Resilienzmodell für Korallenriffe nach Ken Anthony. Quelle: atlas.org.au

Soziale Widerstandsfähigkeit

Unter sozialer Resilienz versteht man die Fähigkeit einer menschlichen Gemeinschaft, mit Bedrohungen wie sozialen, politischen, ökologischen oder wirtschaftlichen Veränderungen umzugehen und sich an diese anzupassen. Resiliente Gemeinschaften sind besser gerüstet, um mit Veränderungen und Unsicherheiten umzugehen, was sie in die Lage versetzt, diese zu bewältigen proaktive Maßnahmen zur Sicherung ihrer Zukunft. Für Manager ist es wichtig, mit riffabhängigen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten und ihre Anfälligkeit für Veränderungen im Riffzustand zu verstehen und Anpassungsbemühungen zu unterstützen. ref

Sortierung von Fisch auf dem Brontong-Fischmarkt in Indonesien. Foto © Ed Wray

Sortierung von Fisch auf dem Brontong-Fischmarkt in Indonesien. Foto © Ed Wray

Soziale Verwundbarkeit ist ein Maß für die Fähigkeit menschlicher Gemeinschaften, Schocks und Belastungen für den Lebensunterhalt und das Wohlbefinden standzuhalten, und ist von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung der sozialen Widerstandsfähigkeit. Die Sicherheitslücke umfasst die folgende Komponentes: ref

  • Belichtung:Ausmaß, in dem Gemeinschaften von Veränderungen betroffen sind (z. B. wenn Gemeinschaften Störungen ausgesetzt sind, die ihre Lebensgrundlage oder die Nutzung von Riffressourcen gefährden) 
  • Empfindlichkeit:Abhängigkeit einer Gemeinschaft und von Einzelpersonen von Riffressourcen (z. B. Lebensunterhalt, der ausschließlich mit Fischerei oder Tourismus verbunden ist)
  • Anpassungsfähige Kapazität:Fähigkeit, Ressourcen (einschließlich finanzieller, natürlicher, menschlicher, sozialer und physischer) Ressourcen umzuwandeln, um auf Störungen und Veränderungen zu reagieren

Governance-Systeme, die Resilienz unterstützen

Governance umfasst Richtlinien, Praktiken, Regeln und Vorschriften, die Verantwortlichkeiten und Rechenschaftspflicht für Gemeinschaften und Entscheidungsträger in Bezug auf das Riffsystem festlegen.  

Sozioökologische Systeme sind widerstandsfähiger, wenn die Governance-Systeme, die sie überwachen, transparent und rechenschaftspflichtig sind und wenn sie vertrauenswürdig und sachkundig sind. Wenn die Governance-Dimension schwach ist oder diese Eigenschaften fehlen, ist sie weniger wirksam dabei, sozio-ökologischen Systemen dabei zu helfen, sich nach einem Schock (z. B. Hurrikan, Bleichereignis) zu erholen oder chronische Belastungen (z. B. Anstieg des Meeresspiegels, Wirtschaftsabschwung) zu überwinden. Eine starke Regierungsführung ist besser in der Lage, Anpassung und Erholung zu unterstützen. 

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