Globaler Klimawandel
Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Welt einen Klimawandel erlebt, dessen Tempo sich beschleunigt und der zu einem großen Teil auf menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Abholzung und landwirtschaftliche Praktiken zurückzuführen ist.
Obwohl Studien darauf schließen lassen, dass Korallen in der Lage sein könnten, sich thermisch anzupassen oder zu akklimatisieren, wird dies sowohl durch die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs als auch durch die Unregelmäßigkeit der durch den Klimawandel verursachten thermischen Ereignisse in Frage gestellt. Laut dem IPCC-Bericht von 2020 deuten Prognosen auf einen Anstieg der atmosphärischen Temperaturen um etwa 2.5 °C bis 2100 hin. Der Bericht hebt auch hervor, dass der derzeitige Temperaturanstieg (> 1 °C), dem Korallenriffe ausgesetzt sind, eine ernsthafte Bedrohung für ihr Überleben darstellt. Die Auswirkungen dieser Prognosen geben Anlass zu erheblichen Bedenken hinsichtlich der Zukunft der Korallenriffe auf globaler Ebene.

Risikoszenarien für Küstenökosysteme basierend auf beobachteten und prognostizierten Klimafolgen. „Der heutige Tag“ (graue Linie) entspricht den 2000er Jahren, während die verschiedenen Treibhausgasszenarien RCP2.6 (blaue Linie) und RCP8.5 (rote Linie) dem Jahr 2100 entsprechen. Es werden mehrere Klimagefahren berücksichtigt, darunter die Erwärmung der Ozeane, Sauerstoffentzug, Versauerung, Nährstoffveränderungen, partikulärer organischer Kohlenstofffluss und Anstieg des Meeresspiegels. Quelle: Bindoff et al. 2019
Um diese Bedrohungen zu bewältigen, bedarf es weltweit konzertierter Maßnahmen gegen den Klimawandel. Allerdings kann auch ein lokales Management eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Bedrohungen und der Förderung einer möglichen Erholung der Riffe spielen.

Der Klimawandel stellt eine große Bedrohung für Korallenriffe dar. Quelle: NOAA